|
Oktober '83...
ein
Tag in den 80ern wie jeder andere. New Wave und Synthie-Pop regieren die
Musikszene, kaltes Neonlicht löst die Glamour- und Glitter-Atmosphäre in den
Clubs der 70er Jahre ab. Viele Diskotheken bekommen den Zeitgeistwechsel
nicht mit, schließen; viele neue öffnen ihre Pforten. Darunter in den
ehemaligen Räumlichkeiten eines Großmarktes auch die Diskothek airport in
der Würzburger Gattingerstr. 17. Der Club war einem Flughafenterminal
nachempfunden, das Bistro ein Flugzeug und das DJ-Pult das Cockpit, ganz in
weiß und edel. Dem entsprechend gaben sich auch die Gäste, Anzug oder
Stoffhose und Hemd waren Pflicht, Turnschuhe und Jeans tabu. Für deren
Träger eröffnete man ein Jahr später im anderen Teil der Halle den
Rockpalast mit zum Namen passenden Musikkonzept. Jährlich wechselnde Deko
und das Trendgespür von Inhaber Michael Bauer und Geschäftsführer Rudi
Schmidt machten airport und Rockpalast schnell bis weit über die
Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Mitte des Jahrzehnts etablierte man den Doppeldeckerabend,
der auch heute noch Mittwoch für Mittwoch auf inzwischen vier areas mit
unendlicher Musikvielfalt die Massen ins und durchs airport bewegt. Mit den
Schülern und Studenten hielten an diesem Abend erstmals auch Gemütlichkeit
und Zwanglosigkeit Einzug in die Diskothek.

Am Wochenende blieben die Residents Dago, Warren, Baby Bee
und Mirco hart am Puls der Zeit und begeisterten mit HipHop, House, Funk,
Soul und zu Ende des Jahrzehnts auch Acid. Vor allem Mirco und sein neuer
DJ-Partner Sebbo Suckfüll vertieften sich – anfangs noch im eigens dafür
eingerichteten Noise-Club – in den neuen Sound, der in den nächsten Jahren
immer härter und monotoner wurde und schließlich als Techno eine völlig neue
Musikrichtung begründete. Doch der eher intime Noise Club wurde bald zu
klein und Techno eroberte den großen Club. Es dauerte nicht lange und
Gast-DJ`s wurden gebucht. Sven Väth, Paul van Dyk oder Cosmic Baby zogen wie
Magneten auch von außerhalb Tanzwütige ins "air"....
Auch die Liste der Gäste liest sich wie ein Who is Who der
Musikgeschichte: Nach ihren Würzburger Konzerten in der Carl Diem Halle oder
im Rockpalast feierten u.a. Huey Lewis, Kool & the Gang, Bryan Adams, Level
42, Sister Sledge, Frankie Goes To Hollywood, Santana, Def Leppard, AC/DC,
Sister Sledge, die Weather Girls im airport. Ende 1994 wurde die Halle
verkauft und die Party enterte das legendäre Loveboat. Doch nur für wenige
Monate: Nach nur einem halben Jahr zog das airport unter dem alten
Geschäftsführer und neuen Inhaber Rudi Schmidt zum Pfingstfest 1995 wieder
in die alten Räumlichkeiten. Allerdings ohne Flugzeug, mit völlig neuer
Einrichtung und Deko: Eine Liebeserklärung an Kitsch, Gemütlichkeit und
Panoramatapeten. Auch das Wochenend-Musikprogramm wurde dem Zeitgeist
angepasst: Bis zum heutigen Tage sind das Housevergnügen am Freitag und der
samstägliche Techno-Feiertag feste Größen im Würzburger Nachtleben und die
Resident-DJs Steve A.C.M.E, Axel & Ralf Gum, Marc Miroir, Sebbo und Cativo
starteten von hier aus ihre DJ-Karrieren.
Seit dieser Zeit wurde das airport zweimal vergrößert: 1998
zog das Terminal 2 in den Mittelteil der Halle, und mit der Neueröffnung von
Soundpark Ost und Soundbar im rechten Flügel waren ab Oktober 2000 endlich
wieder alle Räumlichkeiten in der Gattingerstr. 17 in einer Hand vereint.
Und wieder kamen auch die Stars zu Besuch: ob die Backstreet Boys, Andreas
Türck, die No Angels, oder Dirk Novitzky, sie alle verlebten im airport und
im Soundpark eine gute Zeit. Sogar ein arabischer Prinz ließ sich schon
mehrmals aus seiner Heimat zum Feiern ins Air einfliegen.

Das Programm ist vielfältig und bunt gemischt:
Freitags gehört das Terminal 1 Ralf Gum und solch illustren
House-DJs wie Karotte, den Disco-Boys, Take-That-Star Howard Donald und
vielen anderen. Im Terminal 2 laufen Hip Hop und Party Grooves von Norman,
Deladope und Agent Orange, in der Soundbar bieten Daniel R. und verschiedene
Newcomer-DJs Techno-Underground und im Soundpark zelebrieren die
Plattenaufleger den ganz normalen Wahnsinn aus Musik der letzten fünf
Jahrzehnte.
Samstags
geben sich im Terminal 1 SEBBO und Marc Mirroir und die Protagonisten des
Techno wie DJ Rush, Monika Kruse, Chris Liebing oder Westbam die Turntables
in die Hand, während im neuen Red Room Norman und Clemens Esperanza
Housescheiben drehen. John und nationale und internationale Gast-DJs bringen
im T2 bei Black Beats Deluxe zu R&B-Hits, Old School HipHop, Ragga, Funk and
Soul die Black-Musik-Fans zum Tanzen und im Soundpark locken Special-Events
wie Karaoke, Rockpalast-Revival oder Live-Konzerte die Massen.
Das Motto des Doppeldecker-Mittwoch heißt Vielfalt auf allen
Areas: Anything goes! Im T1 spielen MAB und Norman Aktuelles aus House und
Techno, lassen aber auch die Klassiker nicht zu kurz kommen, im T2 lockt
John mit HipHop und Black-Beats, der Soundpark gehört den Crossover-Freunden,
für die ChriZ ein bunte Mischung aus Rock, Pop, HipHop-Classics und R&B
auflegt, und in der Soundbar greifen Deladope & Friends neue Trends der
elektronischen Musik auf.
Um es kurz zu machen: Am 25. Oktober 2008 feiert das airport
sein 25jähriges Bestehen mit vielen hochkarätigen Gästen... doch ob vorher
oder nachher oder zu diesem oder einem anderen speziellen Anlass...wann
immer Ihr das airport betretet, es erwarten Euch eine Spitzen-Party auf fünf
Areas mit Spitzen-DJs für nahezu jeden Musikgeschmack und den besten Gästen
der Welt – garantiert!
|